Klassik im Kloster Steinfeld

Ein Wochenende mit Franz Schubert: der Mensch – sein Werk – seine Zeit

Ist Franz Schubert ein wirklich “bekannter“ Komponist? Eigentlich nicht: bekannt sind vielleicht seine beide letzten Sinfonien, die „Winterreise“ und einige weitere Lieder, eine Handvoll Klavierstücke, das „Forellenquintett“ und sein Streichquintett – eine recht magere Bilanz angesichts von fast 1000 (!) Werken, die Schubert in rund 16 Jahren seines nur 31 Jahre währenden Lebens schrieb. Und was für Werke! Dass es in diesem gewaltigen Oeuvre zahllose unbekannte Schätze zu entdecken gibt, davon wird am ersten Tag des Schubert-Wochenendes die Rede sein.  Ebenso wird natürlich auch mit Klavier- und CD-Klangbeispielen auf seine bekannten Werke eingegangen, werden Zugänge eröffnet zu Ihrem Verständnis und Ihrer Bedeutung in jener höchst erregenden Zeit des Übergangs von der strengeren Klassik zum romantischen Aufbruch.

Dann wird uns am nächsten Tag die Frage beschäftigen: Was bedeutet uns Schubert heute? Das lange gehegte Klischee vom naiven Biedermeier-Komponisten ist zum Glück überwunden. So ist der Blick freigeworden auf Schuberts Größe – seine Fähigkeit, in seelische Tiefenschichten einzudringen und Empfindungen der Weltverlorenheit, der Trauer, ja Verzweiflung mit bis dahin unerhörten musikalischen Mitteln zu beschwören. „Gibt es eine fröhliche Musik? Ich weiß von keiner“, heißt es in einem seiner Briefe. Und könnte nicht im letzten Lied der „Winterreise“ der „Leiermann“ dessen auswegloses Harren uns Schubert so eindringlich vor Augen führt – könnte dieser „wunderliche Alte“ nicht einem Stück von Samuel Beckett entstammen? Hier rührt Schuberts Zeit an die unsrige. Dass seine Musik die Menschen zu allen Zeiten zu erschüttern, wohl aber auch zu trösten vermag, hat Theodor W. Adorno in einem frühen Essay so bezeugt: „Vor Schuberts Musik stürzt die Träne aus dem Auge, ohne erst die Seele zu befragen ... Wir weinen, ohne zu wissen warum; weil wir so noch nicht sind, wie jene Musik es verspricht ...“.
 
Wir möchten Sie einladen zu einer Begegnung mit Franz Schubert, dem Menschen und seiner Musik. Vielleicht entsteht dabei etwas, das die „Schubertiaden“ zu seinen Lebzeiten waren: ein geselliges Zusammensein von Musikfreunden im Zeichen seiner Musik.

Dirk Joeres, Gerd Achenbach

„Dirk Joeres ist der geborene Vermittler, ausgestattet mit einem gehörigen pädagogischen Eros und unglaublichem Kommunikationstalent. Er macht es so, dass Kenner und Liebhaber etwas davon haben, aber auch Neueinsteiger. Das schaffen nicht viele.“
Westdeutscher Rundfunk Köln “Mosaik“

Dr. Gerd B. Achenbach, Philosoph, gründete 1981 die Philosophische Praxis, die mittlerweile zu einer weltweiten Bewegung gediehen ist und internationales Ansehen gewann. Zugleich ist er Autor zahlreicher Bücher, Essayist und Veranstalter einer Vielzahl philosophischer Reisen, Tagungen, Kolloquien und Kongresse. Neben der Lehrtätigkeit an Hochschulen im In- und Ausland leitet er seit Jahren weiterbildende Lehrgänge zur philosophischen Praxis.


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